In der Reihe „Kandidaten im Spotlight“ sprechen wir mit unseren PADI IDC-Kandidaten über ihre Erfahrungen während und nach dem IDC.
Unsere Kandidaten kommen aus aller Welt und aus den unterschiedlichsten Lebensbereichen! Dieses Mal sprechen wir mit Fabian aus Deutschland. Fabian hat seinen IDC bei uns auf Koh Chang absolviert, und wir haben ihm dabei geholfen, eine Stelle auf den Malediven zu finden. Es kommt sehr selten vor, dass Tauchlehrer direkt nach dem IDC eine Stelle auf den Malediven finden, aber Fabian hat es geschafft!
Was hat dich dazu gebracht, Tauchlehrer zu werden?
Schon früh war für mich klar, dass ich meine Leidenschaft zum Beruf machen möchte. Die Unterwasserwelt als Arbeitsplatz und das Meeresleben als tägliche Begleitung das war eine Vorstellung, die mich begeistert hat. Als Divemaster konnte ich bereits viele Taucher begleiten, aber als Instructor habe ich die Möglichkeit, Menschen von Grund auf auszubilden und sie auf ihrem Weg in die faszinierende Welt des Tauchens zu begleiten.
Warum hast du dich entschieden, dein IDC auf Koh Chang zu machen?
Koh Chang bietet ideale Bedingungen für die Ausbildung. Die Tauchplätze sind abwechslungsreich, die Riffe wunderschön und die Atmosphäre deutlich entspannter als an vielen anderen Tauchdestinationen. Man hat dort die Möglichkeit, in Ruhe zu lernen, ohne dass alles auf Massenbetrieb ausgelegt ist.
Was war der schwerste Teil des IDC?
Definitiv die Anspannung vor den Prüfungen 😆. Man investiert viel Zeit und Energie in die Ausbildung und möchte natürlich bestehen. Im Nachhinein war vieles halb so schlimm, wie es sich vorher angefühlt hat.
Bereitet der IDC wirklich gut aufs Unterrichten vor?
Ja, der IDC vermittelt eine sehr solide Grundlage für den Einstieg als Tauchlehrer. Die Ausbildung gibt einem das notwendige Wissen und die Werkzeuge an die Hand. Vieles entwickelt sich jedoch erst mit der Praxis. Nach zahlreichen Kursen und Monaten im Beruf habe ich meinen eigenen Unterrichtsstil gefunden und lerne bis heute von anderen Instructoren dazu.
Worauf sollten Divemasters achten, wenn sie einen IDC auswählen?
Wichtig ist, eine Tauchschule zu wählen, in der man sich wohlfühlt und der Unterricht klar verständlich ist. Gerade bei komplexen Themen kann es ein großer Vorteil sein, wenn die Ausbildung in der eigenen Sprache stattfindet. Außerdem lohnt es sich, auf die Qualität der Betreuung und die Erfahrung des Course Directors zu achten.
Ist der IDC das Geld und die Zeit wert?
Für mich auf jeden Fall. Die zwei Wochen vergehen schneller, als man denkt, und die Investition kann sich im späteren Berufsleben schnell auszahlen. Vor allem eröffnet die Instructor-Zertifizierung viele neue Möglichkeiten innerhalb der Tauchbranche.
Wie hast du deinen Job auf den Malediven gefunden?
Der Kontakt entstand über mein Course Director Marcel, den ich während meiner Ausbildung kennengelernt habe. Wir sind nach dem IDC in Verbindung geblieben, und durch sein Netzwerk konnte er mir eine Empfehlung aussprechen.
Wie sieht dein typischer Tag auf den Malediven aus?
Mein Tag beginnt meist um 6 Uhr morgens mit einer Runde im Gym. Nach dem Frühstück öffne ich das Dive Center, begrüße die Gäste und bereite die Tauchaktivitäten vor. Anschließend geht es aufs Boot oder ans Hausriff. Die meisten Tage bestehen aus zwei Tauchausfahrten, gelegentlich stehen auch Ausbildungskurse auf dem Programm. Danach werden natürlich noch die Flaschen gefüllt und das Equipment gepflegt und vorbereitet. Nach Feierabend um 18 Uhr genieße ich gerne den Sonnenuntergang am Strand und lasse den Tag entspannt ausklingen.
Welche Tipps kannst du anderen geben, die Tauchlehrer werden wollen?
Bleibt neugierig und offen für neue Erfahrungen. Hört auf Feedback, lernt von anderen Tauchlehrern und sammelt möglichst viele Erfahrungen an unterschiedlichen Orten. Jede Region, jedes Gewässer und jedes Team bringt neue Perspektiven mit sich. Außerdem sollte man früh damit beginnen, ein gutes Netzwerk aufzubauen in der Tauchbranche kann das später sehr wertvoll sein.



